In der Wildnis angeschossen: Mann kämpft sich zwei Tage lang durch die Kälte zu seiner Rettung

Ein dreifacher Vater ist in der Wildnis Kanadas von einer Kugel in die Schulter getroffen worden. Zwei Tage kämpfte er sich bei tiefen Minusgraden in die nächste Stadt. Der Gedanke an seine Kinder ließ ihn nicht aufgeben.

Daniel Anowak hatte enormes Glück. Der Vater von drei Töchtern war in der vergangenen Woche im Norden des kanadischen Bundesstaats Manitoba unterwegs, um mithilfe von Fallen Tiere zu fangen. Nachdem er eine Falle in einem Gebüsch aufgestellt hatte, fiel plötzlich ein Schuss, wie Anowak dem kanadischer Sender CBC erzählte.

“Ich wusste nicht, dass ich getroffen wurde, weil ich hinfiel und für zehn bis fünfzehn Sekunden bewusstlos wurde. Als ich aufwachte, stand ich auf und bemerkte, wie Blut aus meiner Wunde kam.”

Nur ein Kompass zeigt Anowak den Weg

Anowak berichtete dem Sender, er habe sich zu dem Zeitpunkt mitten in der Wildnis befunden. Niemand sei in der Nähe gewesen, um ihm zu helfen. Er habe auch kein Auto oder Schneemobil gehabt, weshalb er zu Fuß in die nächste Ortschaft Churchill gelaufen sei. Das Einzige, was ihm den Weg gewiesen habe, sei ein Kompass gewesen.

Trotz der lebensfeindlichen Bedingungen lief Anowak immer weiter. Was ihn angetrieben habe, sei der Gedanke an seine drei Töchter gewesen, erzählte der Vater CBC. “Meine Kinder waren das Einzige, an das ich dachte, während ich lief”, sagte er unter Tränen. “Sie ihren Abschluss machen zu sehen, sie heiraten zu sehen und das alles … ich habe nicht aufgehört. Tag und Nacht, ich bin immer weitergelaufen.” Eine Polizeisprecherin erklärte, dass Anowak ab und zu hinter Felsen Schutz gesucht habe.

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